Ein wesentlicher Gestaltungsaspekt bei modernen Gebäuden ist die Transparenz und Leichtigkeit die durch die Verwendung von großflächigen Glaselementen erzielt wird. Realitätsorientierte Menschen denken bei deren Anblick vielleicht sofort an die Reinigungsproblematik bzw. deren Kosten. Eine große Erleichterung bietet hierbei die sog. Nanoversiegelung, sie lässt Regenwasser abperlen und das abperlende Regenwasser nimmt gleichzeitig einen Großteil des eventuell abgelagerten Schmutzes mit. Andererseits bewirkt der "Lotuseffekt", dass sich Schmutzpartikel erst gar nicht auf der versiegelten Fläche festsetzen.
Der Begriff "Nanoversiegelung" bezieht sich auf eine Behandlung von Flächen oder Gegenständen mit einer Substanz aus Nano Polymeren, welche die Oberfläche so versiegelt, dass Schmutz, Öle oder Flüssigkeiten (z. B. Rotwein) nicht eindringen, bzw. abperlen. Die Diffusion bleibt nach der Behandlung weiterhin erhalten, deshalb ist kein Schutz vor drückenden Flüssigkeiten gegeben. Eine über einen längeren Zeitraum verbleibende Flüssigkeiten würden schließlich allmählich doch eindringen, könnte jedoch mit leichtem Hochdruck-Wasserstrahl wieder entfernt werden. Im Zusammenhang mit der Nanoversiegelung findet man auch häufig den Begriff "Lotuseffekt", dieser leitet sich von der Beobachtung ab, dass in der Natur der Regen von Lotusblättern einfach abperlt und sie daher nicht durchnässt. Dieser Lotuseffekt wird von modernen Nanoversiegelungen nachgeahmt.
Zum Einsatz kommen Nanoversiegelungen immer erst nach einer Vorreinigung, welche Schmutz- und Fettpartikel entfernt. Erst anschließend wird die Nanoversiegelung aufgetragen. Nach einer gewissen Trockenzeit ist der behandelte Gegenstand oder die Fläche gegen Neuverschmutzung geschützt sowie gegen Verfall und aggressive Umwelteinflüsse. Die Verringerung des Reinigungsmittelverbrauchs und längere Haltbarkeit der Materialien spart Kosten. Behandelt werden können die unterschiedlichsten Materialien, wie z. B. Stein, Holz, Lack, Kunststoff oder Textilien.
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